Blogparade: Lehrer von morgen heute denken

Die Kollegen Tom Mittelbach, Dejan Mihajlović und Karl Berstein führten auf Twitter eine Diskussion zum Thema „Lehrer von morgen heute denken“ und entschlossen sich, eine Blogparade dazu ins Leben zu rufen. Nach dem Lesen einiger interessanter Beiträge, möchte auch ich meine Sicht der Dinge darlegen.

Es geht um drei grundsätzliche Fragen:

1.) Was sollte ein guter Lehrer morgen leisten können?

2.) Wie müsste man dafür die Lehrerausbildung ändern?

3.) Wie müsste man dafür die Schule/Arbeitsbedingungen ändern?

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Arbeiten an der Gemeinschaftsschule

Ich bin Oberstudienrat an einer Gemeinschaftsschule. Ähnlich wie Sting in New York. Als Englishman. Alien. Oder so.

Ganz so schlimm ist es natürlich nicht, aber Übertreibungen fördern ja bekanntlich die Anschaulichkeit.

An einer Gemeinschaftsschule ist die Heterogenität so hoch, wie nirgendwo sonst (im Sekundarschulbereich). In einer Klasse sitzen (im Idealfall) ca. 1/3 Gymnasiasten, 1/3 Realschüler und 1/3 Hauptschüler. Das bedeutet Arbeitsblätter, Aufgaben, Tests und Klassenarbeiten auf drei unterschiedlichen Niveaustufen erstellen. Puh. Das ist schon mal sehr aufwendig. Wirklich. Aber die wahre Herausforderung liegt im Unterrichten. Einen binnendifferenzierten Unterricht in einer solch heterogenen Lerngruppe ist alles andere als einfach. Wirklich! 

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Lehrer – aber warum eigentlich? (Teil III)

Hier geht es zu Teil 1 und Teil 2 meiner Reihe „Lehrer – aber warum eigentlich?“


Heute war Schülerversammlung. Alle Schüler kamen in der Aula zusammen und unser Direktor erklärte ihnen zunächst, wie unsere Schule nach den Sommerferien aussehen wird. Wir haben nämlich im Moment eine dezent riesige Baustelle in und um unser Schulhaus. Laut. Nervig. Anstregend. Und vor allem laut. Sehr laut. Aber das Schuljahr ist ja Gott sei Dank bald gelaufen. Noch kurz durchhalten. Dafür wird es dann im neuen Schuljahr noch viel cooler werden, an dieser Schule zu arbeiten. Yeah!

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Lehrer mit Migrationshintergrund

In Deutschland haben inzwischen ca. 2,5 Millionen Kinder Migrationshintergrund, was über 30% aller Schüler ausmacht. Der aktuelle Anteil der Lehrer hingegen, die ausländische Wurzeln haben, liegt bei 1-6%. Das kann man wohl als unausgewogen bezeichnen. Und vor allem ist es sehr schade. Woran das liegt? Keine Ahnung. Aber Sanem Kleff, geboren in Ankara, aufgewachsen in Hamburg und ehemalige Lehrerin in Berlin, jetzt Leiterin von „Schule ohne Rassismus“, hat da drei Gründe parat:

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Lehrer mit Tattoos

Tätowierter Lehrer?! Darf man das? Ist das erlaubt? Was sollen die Eltern denken?

Diese Fragen kommen immer und immer wieder. Ja, ich bin tätowiert. Ja, an ziemlich gut sichtbaren Stellen. Und ja, ich bin trotzdem Oberstudienrat. Die Schüler stört das keineswegs, im Gegenteil. In den Pausen schnappen sie sich ihre Eddings und kritzeln sich die Arme voll, kommen dann zu mir und sagen: „Gucken Sie mal, ich bin Herr [paukerblog] 2.0!“ 🙂

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