VERA 8

Es war dann wieder soweit. VERA 8! Ein ganzes Jahr habe ich darauf gewartet, dass sie endlich wiederkommt und voilá – hier ist sie! Yay! Long time no see.

VERA 8 kostet Zeit zur Korrektur und Durchführung. Viele Schüler geben sich alles andere als viel Mühe bei der Bearbeitung, da es ja „nicht zählt“. Die einfache Formel lautet: keine Noten = keine Motivation = keine gute Leistung. Doch das muss ja nicht sein.

So ätzend die Korrektur und das anschließende Eintragen in die unsäglichen Listen auch sein mag, wir müssen es machen. Und wenn wir es schon machen müssen, dann sollten wir es auch nutzen. Denn VERA 8 kann uns nützen. Wenn wir es denn wollen.

Sicherlich gibt es bessere und genauere Diagnoseinstrumente, aber wann nehmen wir uns dafür die Zeit? VERA müssen wir in Klasse 8 ja sowieso machen und man kann auch daraus seine Schlüsse zur Weiterarbeit ziehen. Sicher, es werden nur die Lese- und Hörkompetenz abgeprüft, aber immerhin. Damit kann man schon was anfangen. Man sieht nicht nur die individuellen Ergebnisse und den Vergleich mit den Parallelklassen, man sieht auch als Schule, wo man im Vergleich mit anderen Schulen und Schulformen steht. Wenn man VERA halbherzig durchführt und auch nicht zur Weiterarbeit nutzt, ist es Zeitverschwendung. Wenn ich aber die Ergebnisse nutze, um Schlüsse für meinen Unterricht daraus zu ziehen, kann es plötzlich ganz schön sinnvoll werden.

Ich kann reflektieren: Habe ich in meinem Unterricht genug mit Aufgaben zur Lese- und Hörkompetenz geübt? Welcher Schüler kann was schon gut und wo kann ich ihn noch unterstützen? Wo liegen die Stärken und Schwächen der einzelnen Schüler? Wie kann ich daran anknüpfen und fördern? Wo liegen Stärken und Schwächen meines Englischunterrichts? Wie kann ich meine Schwächen ausmerzen?

Mit VERA 8 erkenne ich nämlich nicht nur wo meine Klasse steht, sondern auch, wie mein Unterricht funktioniert (hat). Wir müssen uns selbst kritisch reflektieren, wie wir es auch von unseren Schülern verlangen. Wenn wir VERA eh schon machen müssen, dann machen wir es richtig!

Dafür müssen die Schüler allerdings auch versuchen, eine gute Leistung abzuliefern, auch wenn es keine Noten gibt. Sie machen es für sich. Für uns Lehrer. Für die Klasse. Für die Schule. Wir müssen den Schülern bewusst machen, dass wir als Lehrer die Arbeit nutzen werden, um daraus unsere Schlüsse abzuleiten und das funktioniert nur dann sinnvoll, wenn sie auch zeigen, was sie können. Wir sollten sie anhalten, motiviert und ernsthaft mit VERA 8 umzugehen, auch wenn es „nicht zählt“. Hier ist eine ordentliche und vertrauensvolle Klassenführung wichtig. Wie so oft. Beziehung ist – wie überall – das A und O!

Weitere Infos zu VERA 8 findest du unter „Links“.

Was hältst du von VERA 8? Wie arbeitest du mit den Ergebnissen weiter? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

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