Gemeinschaftsschule – Zukunft oder zukunftslos?

Ich bin Oberstudienrat an einer Gemeinschaftsschule. Einen ersten Eindruck meiner Arbeit schildere ich in einem anderen Artikel. Jetzt, nach gut eineinhalb Jahren, bewege ich mich schon sehr sicher in dem neuen System und sehe auch dementsprechend klarer was gut ist, was schlecht ist und was besser sein muss.

Eine neue Schulart, die die Schule derart radikal neu denkt wie die Gemeinschaftsschule, hat selbstverständlich Befürworter und Gegner.

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Die Gemeinschaftsschule im Wahlkampf

Am 13. März finden in Baden-Württemberg die Landtagswahlen statt. CDU gegen Grün. Wolf gegen Kretschmann. Dreigliedriges Schulsystem gegen Gemeinschaftsschule.

Es scheint, als ob die Bildungspolitik eines der zentralen Streitpunkte im Wahlkampf darstellt, vielleicht sogar den größten, neben dem Umgang mit der Flüchtlings“krise“.

Die Positionen sind ziemlich klar verteilt:

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Arbeiten an der Gemeinschaftsschule

Ich bin Oberstudienrat an einer Gemeinschaftsschule. Ähnlich wie Sting in New York. Als Englishman. Alien. Oder so.

Ganz so schlimm ist es natürlich nicht, aber Übertreibungen fördern ja bekanntlich die Anschaulichkeit.

An einer Gemeinschaftsschule ist die Heterogenität so hoch, wie nirgendwo sonst (im Sekundarschulbereich). In einer Klasse sitzen (im Idealfall) ca. 1/3 Gymnasiasten, 1/3 Realschüler und 1/3 Hauptschüler. Das bedeutet Arbeitsblätter, Aufgaben, Tests und Klassenarbeiten auf drei unterschiedlichen Niveaustufen erstellen. Puh. Das ist schon mal sehr aufwendig. Wirklich. Aber die wahre Herausforderung liegt im Unterrichten. Einen binnendifferenzierten Unterricht in einer solch heterogenen Lerngruppe ist alles andere als einfach. Wirklich! 

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